SO 10.04.2016 14:30 Uhr SV Schauernheim - TuS Dirmstein      A-Jugend des 1.FC Rheinpfalz erreicht mit 6:0 gegen JFV Leiningerland das Kreispokalentspiel am 01.Mai 16      FR 22.04.2016 19:30 Uhr Mitgliederversammlung im Clubhaus

 
                
  

 
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Trikots für Afrika

Vielen Dank an Roland und Karin Wüst

 

Wie schon in den Osterien der vorangegangenen drei Jahren reisten Karin und ich (zum 2.Mal nach 2010) in den Senegal, um dort in Mbour (90 km südlich der Hauptstadt Dakar) die Projektarbeit des Senegalhilfevereins vor Ort zu unterstützen. Der SHV wurde vor 27 Jahren gegründet, seine Vorsitzende Doris Racké (Trippstadt) hatte bei einem Urlaub dort hinter die touristischen Kulissen geschaut und spontan den Vorsatz gefasst, so weit es in ihrer Kraft stand etwas gegen Not, Elend und Krankheiten zu unternehmen. Im Laufe vieler Jahre entstand ein beachtliches Netzwerk von Einrichtungen, die die Situation verbesserten: Kindergärten, Schulen, Behindertenzentren, Kranken- und Entbindungsstationen, handwerkliche und landwirtschaftliche Ausbildungsstätten. 

 

Eric Häußer hatte uns 2 Sätze gut erhaltener, aber in der E- und D-Jugend des TuS nicht mehr zur Verwendung kommender Trikots und Hosen überlassen, die an zwei Schulen mit großer Freude in Empfang genommen wurden. 

 

Jugendfußball im Senegal ist völlig anders organisiert, Vereinsstrrukturen wie bei uns existieren praktisch nicht. Die Jugendlichen schließen sich lose zu Straßenmannschaften zusammen, nennen sich nach europäischen Klubs Inter, Barca, Liverpool, Ajax oder wie auch immer. Gespielt wird auf ausreichend großen freien sandigen Flächen, ohne die Spielfelder begrenzende Linien, zumindest ein Eisengestänge als Tor ist im Allgemeinen vorhanden. Gemeinsamen Trikots sind selten, üblich ist, dass eine Mannschaft bunt gemischt, die andere mit Leibchen spielt. An zweiter Stelle steht im Senegal übrigens Ringen, was sich ebenso wie Fußball auch am Strand gut trainieren lässt. Kämpfe um nationale Meisterschaften finden im Nationalstadion vor Zehntausenden von Zuschauern statt. Auch in den Schulen gehört Fußball zum sportlichen Programm, die Ausrüstung dafür ist meist sehr bescheiden, man ist schon froh, halbwegs taugliche Bälle zu haben. Letztes Jahr hatte unsere Nichte ein Dutzend Bälle als Spende der TSG 1899 Hoffenheim überbracht, aber der Verschleiss ist immens... 

 

 

Erste Anlaufstelle zur Übergabe der D-Jugend-Trikots war die Schule von Louly Ndia, die auf ihrem Gelände sogar über ein eigenes Fußballfeld verfügt. Trotz Osterferien waren nach unserer vorherigen Anmeldung zahlreiche, sich auf Prüfungen vorbereitende Schüler anwesend und nahmen die Gelegenheit zu einem Training mit dem uns begleitenden Jan Helmchen war, einem 20jährigen Schweizer, der in der dortigen vierthöchsten Spielklasse aktiv ist. Das Spielfeld wird auch häufig für Freundschaftsspiele gegen andere Schulmannschaften genutzt, wie man uns sagte mit mittlerem Erfolg. Einige Fotos im Anhang geben die Eindrücke wieder. 

 

 

Der zweite Satz Trikots und Hosen fand seine dankbaren Abnehmer in einer Schule in Mbour Santhié. Diese Schule befindet sich mitten in einem Wohngebiet sozial Schwacher mit Hütten aus Stroh, Pappe und Wellblech und ist selbst ausschließlich aus Strohmatten errichtet, die Wasser durchlässigen Strohmatten und der sandige Boden machen in der Regenzeit den Unterricht unmöglich. Derzeit entstehen durch Mittel des Senegalhilfevereins zwei Trakte in massiver Bauweise mit jeweils drei Klassenräumen, die im Oktober eingeweiht werden sollen und den ganzjährigen Unterricht gewährleisten. Durch die Vergrößerung des Schulgeländes mussten einige Anwohner ihre Behausungen räumen und auf zugewiesene, nahe gelegene Grundstücke umgesiedelt werden. Für den Neubau der Schule ist auch ein Sportgelände geplant. Die Fußballmannschaften der Schule tragen ihre Spiele bisher immer bei den jeweiligen Gegners aus. Mit den neuen roten Trikots wird vielleicht auch häufiger als bisher gewonnen. 

 

 

Die Rektoren der beiden Schulen Modou Gaye (Louly Ndia) und Ngagne Gueye (Mbour Santhié) bedanken sich beim TuS Dirmstein ganz herzlich für die Trikotsätze, die aus eigenen Mitteln unerschwinglich gewesen wären, und wir können ihnen die stille Hoffnung nicht verübeln, dass wir auch bei nächsten Besuch 2013 wieder eine 'Wundertüte' mit Trikots, Bälle oder anderer Sportausrüstung mitbringen. 

Roland und Karin Wüst, April 2012

 

   

 

 



                                                      

 

 

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